Mt 28,18-19
Und Jesus trat zu ihnen, redete mit
ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum
gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie IM NAMEN des Vaters
und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was
ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der
Welt Ende.
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Als
Jesus das sagte, lag das Kreuz und das leere Grab hinter ihm. ER hatte es
geschafft, rechtmäßig nach Seinem unabänderlichen Gesetz,
Gerechtigkeit hervorzubringen und alle Macht im Himmel und auf dieser Erde
zu beanspruchen. Diese Macht und Autorität gilt nicht für einige
kurze Jahre, sondern sie bleibt ewig.
Während Jesus auf dieser Erde wandelte, verlor ER Seine Vision, die
ER hatte, nicht aus den Augen. Er kam, um die Werke des Teufels zu zerstören
(1. Joh. 3,8). Diese Vision, dieses große Ziel zu erreichen, würde
Er nicht aufgeben, damit Er Sein Versprechen, das Er all denen, die an Ihn
glauben, gegeben hat, auch erfüllen kann.
Das Kreuz und die Strafe der Sünde, die Er dort für die Seinen
tragen würde, war der fürchterlichste Teil in dieser Vision, vor
welcher Er sich als Mensch fürchtete: Lk 12,50
„Aber ich
muss mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe; wie ist mir so bange, bis
sie vollendet werde!“ Man kann ein Ziel haben und wunderbare
Dinge begehren. Aber oft ist es so, dass ein hoher Preis dafür bezahlt
werden muss, von dem andere nichts ahnen. Sein Ziel war es, Sein Leben niederzulegen
für Sein Volk, das er sich aus allen Nationen herausnehmen würde.
Fast 2000 Jahre sind vergangen, seit Jesus diese Worte redete. In den Jahren
90 n.Chr. hatte Johannes eine Vision, die Jesus, der Sohn Gottes, ihn sehen
ließ. Johannes sah in den Himmel. Dort sah er, was in Zukunft sein
würde, denn Gott ruft und bestimmt die Dinge, wie sie sein werden!
Was er sah, steht in Offb 7,9
„Danach sah ich, und siehe, eine
große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen Heiden und
Völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan
mit weißen Kleidern und Palmen in ihren Händen...“
Inmitten der damaligen Christenverfolgungen sah Johannes, dass die Worte
Jesu nicht umsonst geredet werden. Er würde ein Volk haben, das ihm
folgt, das heißt, Seinem Wort gehorcht. Er würde ein Volk haben
und Johannes sah es. Eine unzählbare Schar aus allen Nationen, die
am Ende vor IHM, Jesus Christus, stehen wird. Lieber Leser, sehen Sie sich
unter der großen Schar, die Johannes sah? Das muss Ihr Lebensziel
sein, sonst war Ihr Leben umsonst auf dieser Erde!
Ich glaube, dass Johannes diese Vision, solange er noch lebte, nie vergaß.
Er sah, wie der Menschenfeind gegen die Gläubigen wütete. Er erlebte,
wie sie ihn auf Patmos verbannten. Er erfuhr, wie die Kirchen Kompromisse
mit der Welt eingingen, wie falsche Apostel, Priester und Lehrer, die Gott
nie gerufen hatte, sich aufmachten, um Menschen an sich zu ziehen. Er hörte,
wie Menschen die einfache Botschaft des Evangeliums verdrehten und ein anderes,
ähnlich aussehendes Evangelium predigten und viele Menschen, (wie heute)
einem falschen Evangelium folgten.
Aber Jesus war da, er ermutigte Johannes durch diese Vision. „Johannes,
ich werde ein Volk haben. Die Pforten der Hölle wüten zwar, aber
sie können mich nicht überwinden, denn ich habe die Schlüssel
des Todes und der Hölle. Satan hat keine Macht über mich. Halte
an dem fest, was ich dir gezeigt habe. Lass dich nicht entmutigen. Das muss
alles sein, damit ich die Menschen finde, die mich mit dem Herzen lieben.
Diese werden keinem anderen Evangelium glauben. Sie werden gehorsam sein
und Buße tun, diese werden sich taufen lassen in Jesus Namen und ich
werde ihnen meinen heiligen Geist geben, wie ich es ihnen versprochen habe,
auch heute noch. Ich kenne alle Herzen und solche, die auf mich schauen,
werden mich sehen und ich werde sie an den richtigen Ort senden, wo sie
die ganze Wahrheit hören und frei werden von ihren Sünden. Ich
werde sie lehren. Sie werden diese Welt nicht lieben.“
Solange die Gemeinde des lebendigen Gottes auf dieser Erde ist, wird sie
diese Botschaft, das ganze Evangelium, zu den Verlorenen tragen. Sie wird
weiter arbeiten auf dem Erntefeld dieser Welt, Scheunen bauen und sich nicht
dabei beirren lassen. Denn die Zeit der Wiederkunft Jesu ist nahe! Aber
sind SIE bereit?
Es ist wirklich wahr, wer glaubt wird selig, denn er wird Gottes Wort gehorsam
sein! Johannes sah noch etwas, am Ende sah er, was mit all denen geschah,
die Gottes Wort ignorierten, er sah sie, wie sie in den feurigen Pfuhl geworfen
wurden (Offenb. 21,7-8).
Ein Mensch wird seine Ewigkeit nur auf einem dieser beiden Orte verbringen
können. Suchen Sie sich den besseren, den da oben aus und machen Sie
dies zu Ihrem Ziel. Lassen Sie diese Vision, dort zu sein, nie sterben,
denn Gottes Wort wird sich auch an den Spöttern erfüllen, danach
wird es zu spät für sie sein! rw