Predigt der Vereinigten Pfingstgemeinde Mannheim
Monatsblatt - Predigtarchiv
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Predigt aus dem Monatsblatt vom Juni 2008

Petrus gib nicht auf!

Luk 5,6-8 Und als sie das getan, fingen sie eine große Menge Fische; aber ihr Netz zerriss. Da winkten sie den Gefährten, die im andern Schiffe waren, dass sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen und füllten beide Schiffe, so dass sie zu sinken begannen. Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu und sprach: Herr, gehe von mir hinaus; denn ich bin ein sündiger Mensch...Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; von nun an sollst du Menschen fangen!
Petrus gib nicht auf!

Wir wollen einen Blick auf das richten, was der Herr uns lehren möchte. In der heiligen Schrift finden sich viele Berichte über Männer und Frauen. Die einen waren berühmt, andere wiederum nicht. Wir können ihr Leben betrachten und erkennen, ob sie geistlich stark waren. Wir sehen, dass bei einigen sogar ihre Stärken und Schwächen beschrieben wurden.

Das Erstaunliche bei all dem ist, dass Gott diese Menschen in ihrer Situation sah, und Er hat es im Sinn, uns, die wir nahe am Ende der Zeit stehen, durch dieses Wort Gottes genau das zu geben, was wir für unser geistliches Leben benötigen. Sei es Ermahnung, Ermutigung, Züchtigung oder etwas anderes, wir alle brauchen das Wort Gottes, welches der heilige Geist unserer Seele gibt.

Wir wollen kurz auf Petrus schauen. Peter kommt aus dem griechischen, was „Fels“ bedeutet (im aram. Kephas), er wird auch „Simon“ genannt, „Hören“. Also, nicht nur hören, sondern auch ein hörender „Stein“. Wir alle sollten „lebendige Steine“ sein. Als der HERR ihn gerufen hatte, dachte Petrus, dass Jesus dabei einen Fehler machte. Er meinte, dass Gott ihn gar nicht richtig kannte. Einige, die diese Zeilen lesen, denken vielleicht auch, dass Gott nicht wüsste, wer sie sind.

Petrus beschrieb Gott seinen Lebenslauf mit 5 Worten: „Ich bin eine sündiger Mensch“.
War er ein sündhafter Mann? Ja!
Hatte er viele Probleme? Ja!
Hat Jesus ihn geliebt? Ja!

Aber war Jesus „fertig“ mit Petrus? Nein! Trotzdem hat Petrus nicht verstanden, warum ihm Jesus, das WORT Gottes, begegnet und ihn ruft. Einige Leser glauben, dass sie Jesus nicht folgen können. Mache nie den Fehler und denke, dass der HERR nicht weiß, was ER tut. Trotz seiner ersten Ablehnung wusste Jesus genau, dass Petrus keine Ahnung von dem Plan hatte, den Gott für sein Leben vorsah. Jesus ruft ihn wieder und sagt: „Keine Angst Petrus...“ Wie oft hat dir Gott vergeben und es wieder mit dir versucht? Jesus wusste, dass er etwas aus Petrus machen könnte, wenn dieser ihm bis ans Ende treu bleiben würde. Dieser Ruf ist der Anfang für Petrus, er verließ alles und folgte Jesus.

Im Hebräerbrief steht, dass Jesus der Anfänger und Vollender unseres Glaubens ist. Jesus kam in sein Leben, mit dem Ziel, Ihn zu erretten. Jesus wusste genau, dass Petrus, so wie er war, nicht errettet werden könnte. ER wusste auch, dass Petrus ein Mensch mit vielen Fehlern und Schwächen war.

Jesus wusste aber auch, dass ER es schaffen könnte, den Petrus so zu formen, dass er für das Reich Gottes geeignet wäre; andererseits, wenn Er nicht an Petrus arbeiten würde, dieser nie errettet, sondern für ewig verloren gehen würde. Die EINZIGE Chance für seine und unsere Errettung ist Seine Gnade und Geduld und das Wirken Jesu Christi an uns. Matthäus 24,13 „Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.“ Dies hier ist kein einfacher Weg, aber mit Gott nicht unmöglich.

Hebr.12, 1-2 „...und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist. und aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens“ D.h. wir alle brauchen Jesus Christus vom Anfang bis zum Ende!

Wir müssen es Jesus ermöglichen, jeden Tag an uns arbeiten zu können. Das geht durch den Gehorsam zu Seinem Wort. rw

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