Predigt der Vereinigten Pfingstgemeinde Mannheim
Monatsblatt - Predigtarchiv
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Predigt aus dem Monatsblatt vom September 2007

„Da stand Hiob auf...“

Hiob 1,18-21 „Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen, Und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß auf die vier Ecken des Hauses und warf’s auf die jungen Leute, daß sie starben; und ich bin allein entronnen, daß ich dir’s ansagte. Da stand Hiob auf und zerriß seine Kleider und raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt.“

Hiob steht für einen gläubigen Christen, der trotz einer Leidenszeit Seinem Gott gewidmet bleibt. Sein Wissen und seine Liebe zu Gott, den er persönlich kannte, gab ihm die Kraft, auch an einem solch schlimmen Tag treu zu bleiben. Auch wir erfahren, dass jeder Tag uns etwas anderes gibt. Es gibt Tage, die nennen wir gute Tage, und wir erfahren auch Tage, die böse sind. Diese Zeiten sind wie Stürme, sie kommen und sie gehen wieder.

Jeder Mensch erfährt diese Tage, in denen man Problemen und Not begegnet. Auch diese Zeit ist ein Teil des Lebens auf dieser Erde. Solche Tage sind für keinen Menschen auf dieser Erde neu, jeder Mensch erfährt sie. Keiner lebt im Disneyland oder Phantasialand. Das Leben ist so real, wie die guten und die bösen Tage. Paulus sagt: „Kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“ Er, als ein geistlicher Mann, gibt diesen Rat an die Gemeinde, denn er schaut mit geistlichen Augen.

Es war um irgendeine Tageszeit, da kam ein Knecht nach dem anderen und jeder brachte Hiob eine schlechte Nachricht. Seine materiellen Güter hat er alle auf einmal verloren. Als wäre das nicht genug, die schlimmste Nachricht für Hiob kam mit dem letzten Knecht und dieser sagte: „Alle deine 7 Söhne und deine 3 Töchter wurden unter den Trümmern des Hauses, das einstürzte, begraben. Sie sind alle tot, ich bin der einzige, der überlebte, um es dir zu sagen.“

Dies war kein guter Tag, sondern ein böser. Aber was tat Hiob, als er dies hörte? Die Schrift sagt uns: „Da stand Hiob auf...“ Mein Freund, es kommen Zeiten im Leben, in denen wir aufstehen müssen und kämpfen wie Hiob. Wenn Probleme kommen, reagieren viele unterschiedlich. Die einen greifen zur Flasche. Die anderen lassen sich überwinden und bewegen sich nicht. Dann gibt es diejenigen, die meckern und Gott anklagen. Es gibt auch solche, die hoffen, dass sich ihr Problem von selbst löst, und wieder anderen ist alles egal und diese meinen, das hat Zeit. Es gibt auch solche wie Hiob, die stehen auf, um etwas zu tun. Das Klügste was man tun kann, ist zu handeln wie Hiob und das tun nur sehr wenige. Wie Hiob tragen sie ihre Last zuerst zu Gott im Gebet. Dieser stand auf, zeigte seine Trauer und betete Gott sofort an. Ihm war es egal, was er gerade getan hatte und wer bei ihm stand. Die Geistlichkeit eines Menschen erfährt man am besten, wenn eine Not kommt.

Hiob tat das einzig richtige in diesem Moment. Er ließ alles stehen und liegen, dankte Gott zuerst für das, was er von Ihm empfangen hatte und bekennt:
Gott hat gegeben. Mein ganzer Reichtum ist von Ihm. Meine Söhne und Töchter - Gott hat sie mir gegeben. Meine Knechte und Mägde, Gott hat sie mir gegeben. Und es lag auch in der Hand Gottes, sie mir wieder zu nehmen.
und Gott hat genommen: Nicht der Teufel hat es genommen, obwohl er die Ursache war. Satan klagte ihn aus Neid und Bosheit an. Hiob gab nicht ein einziges Wort von sich, das den Teufel irgendwie für sein Problem geehrt hätte.

Denn die Teufel, bzw. bösen Geister rühmen sich nicht mit guten, sondern mit ihren bösen Taten. Hiob wusste, was er hatte, empfing er durch die Gnade Gottes! Hiob hatte Glauben, seine Gedanken waren diese: Und weil mein Leben Gott gewidmet ist, weil ich heilig und gerecht vor Gott lebe, ist mein Leben ganz in der Hand Gottes. Alles was mir begegnet, nehme ich aus Seiner Hand an. Wenn der Widersacher etwas mit Gewalt nehmen würde, dann nur, weil Gott es ihm erlaubte. Das heißt noch lange nicht, dass Gott daran Gefallen hat. Und Hiob stand auf: Es gibt Gelegenheiten in unserem Leben, in denen wir aufstehen können und müssen, wehe dem, der sitzenbleibt. Hiob fragte niemand, was er jetzt tun sollte, er ging zu Gott ins Gebet und in Anbetung. Wer Probleme hat, soll im Gebet zu Gott gehen! „Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand gutes Muts, der singe Psalmen. Jakobus“ 5,13. „Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.“ 1Petrus 5:7 *Es steht nicht geschrieben: Alle eure Sorge werft euch gegenseitig zu. Redet darüber den ganzen Tag, denkt nur über eure Sorgen nach.“ Nein, sondern „Steh auf und überwinde!“ rw


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