Predigt der Vereinigten Pfingstgemeinde Mannheim
Monatsblatt - Predigtarchiv
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WAS KOSTET EIN WUNDER?


Predigt aus dem Monatsblatt vom August 2003

Letzte Woche bekam ich einen Brief. Lesen Sie ihn und geben sie die Geschichte weiter.
Tess ging in ihr Kinderzimmer und holte aus ihrem Versteck ein Marmeladenglas hervor. Sie schraubte den Deckel ab und leerte das Wechselgeld, das sie sich gespart hatte, auf dem Boden aus. Dann begann sie zu zählen. Sie tat es dreimal, um sicher zu sein. Vorsichtig legte sie die Geldstücke wieder ins Glas hinein und verschwand damit durch der Hintertür des Hauses. Sie ging sechs Straßen weiter, bis sie die Rexall's Drug Store mit dem großen Indianerschild über dem Eingang erreichte. Tess ging hinein und wartete geduldig, bis der Pharmazeut für sie Zeit hatte, denn er war sehr beschäftigt. Als es ihr zu lange dauerte, nahm sie ein Geldstück heraus und knallte es auf die Glasplatte. Jetzt hatte sie seine Aufmerksamkeit.
„Was darf's sein?" fragte er. Sie sagte: „Ich möchte mit ihnen über meinen Bruder reden, denn er ist sehr, sehr krank... und ich möchte bei Ihnen ein Wunder kaufen." „Was willst Du," fragte der Pharmazeut, „ein Wunder kaufen?" Tess antwortete ihm: „Ja, sein Name ist Andrew und er hat etwas Böses in seinem Kopf, das wächst, und Papa sagte, dass ihn jetzt nur noch ein Wunder retten kann. So, wieviel kostet ein Wunder?"
„Wir verkaufen hier keine Wunder, kleines Mädchen. Es tut mir Leid, dass ich dir nicht helfen kann," sagte der Pharmazeut. „Aber ich habe genug Geld dabei. Wenn es nicht genug ist, dann besorge ich mir mehr. Sage mir nur was es kostet," gab sie ihm zur Antwort. Sein Bruder aus Chicago stand in der Nähe und fragte sie: „Was für ein Wunder braucht denn dein Bruder?" „Das weiß ich nicht, Mama hat nur gesagt, dass er sehr krank ist und eine Operation braucht. Aber Papa kann das nicht bezahlen, da bezahle ich es mit meinem Geld." Der Mann aus Chicago fragte sie: „Wieviel Geld hast du denn?"

„Ein Dollar und elf Cent," sagte Tess leise zu ihm, „und es ist alles Geld, was ich habe, aber ich kann mehr besorgen." „Welch ein Zufall", sagte der Mann zu ihr, „ein Dollar und elf Cent, dass ist genau der Preis für ein Wunder." Er nahm ihr Geld in eine Hand, gab ihr seine andere Hand und sagte: „Bringe mich dorthin, wo du wohnst, ich möchte deinen Bruder sehen und mit deinem Vater und deiner Mutter reden. Mal sehen, ob ich das Wunder habe, das wir brauchen."
Dieser Mann war Dr. Carlton Armstrong, ein Spezialist in der Neuro-Chirurgie. Die Operation wurde ohne Rechnung ausgeführt und es dauerte nicht lange, da war Andrew wieder gesund Zuhause. Es ging ihm gut. Mama und Papa redeten froh über diese Ereignisse und Mama sagte leise: „Dieser Chirurg war ein großes Wunder, ich frage mich, was das alles gekostet hätte?" Tess lächelte, sie wußte genau, was dieses Wunder gekostet hatte, einen Dollar und elf Cents.... und der Glaube eines kleinen Kindes.(Eine wahre Geschichte)

P.S. Ein Wunder ist nicht eine Aufhebung natürlicher Gesetze, sondern die Ausführung eines höheren Gesetzes.

Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Unglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berge sagen: Werde versetzt von hier dorthin! und er wird versetzt werden; und nichts wird euch unmöglich sein.
Matthäus 17,20

Aber durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volke;
Apostelgeschichte 5,12

Jesus sprach nun zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so werdet ihr nicht glauben.
Johannes 4,48
(rw)


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