Predigt der Vereinigten Pfingstgemeinde Mannheim
Monatsblatt - Predigtarchiv
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Predigt aus dem Monatsblatt vom Februar 2004



Die Toren und die Klugen
sitzen beieinander

Die Schrift sagt uns in 1.Korinther 1,18-21 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft. 1,19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.

Das Jahr 2004 hat erst begonnen, es ist der zweite Monat. Jeder Tag wird uns etwas anderes bringen, aber das Ziel Gottes ist immer noch das gleiche. ER sucht zu retten, was verloren ist, denn noch ist Gnadenzeit. Die Aufgabe eines jeden Christen ist es, mit Christus zu suchen, was verlorenen ist. Denn Gott kann das, was verloren ist, zu sich bringen und erretten.

Gott kann und wird jedes seiner Mittel erwählen, um seine Sache voranzutreiben. Bei IHM gibt es keinen Mangel an Weisheit, Gerechtigkeit, Gnade, Kraft und Möglichkeiten. Was ER sich vorgenommen hat, wird ER auf seine Art und Weise tun. Gott handelt nicht mit menschlicher Weisheit und Gedanken. Man kann Ihn auch nicht mit menschlichen Maßstäben vergleichen. Dafür ist ER Gott - unvergleichlich, einzigartig - und Sein Wirken ist in jeder Beziehung herrlich.

ER spricht durch Jesaja 46,5 und sagt: Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen, dass wir gleich seien? Des weiteren sagt ER in Jesaja 55,9: Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Nur ein Tor stellt das Wort Gottes, die Heilige Schrift, in Frage. Psalm 53,1 Die Toren sprechen in ihren Herzen: Es ist kein Gott! Sprüche 24,7 Denn die (göttliche )Weisheit ist dem Narren zu hoch.

Paulus, der Apostel Jesu, drückt sich zu den Korinthern über das, was Gott in dieser Zeit tut, ganz deutlich aus. Paulus weiß, wo er herkommt, wo und was er einmal gewesen ist. Er redet auch aus seinen Erfahrungen. Gott hat die Predigt erwählt, um die zu erretten, die seinem Wort glauben. Das Hören von Gottes Wort kommt durch die Predigt, die Predigt aber kommt durch den Geist Gottes, der sie schenkt. Denen, die das Wort Gottes glauben, wird dieses Wort Leben und Kraft schenken, die anderen, welche es als töricht ansehen, werden durch dasselbe eines Tages gerichtet.

Der Apostel zog mit Helfern durch Städte und Dörfer und predigte eine Botschaft, die von der Macht dieser Welt errettet, befreit und erlöst. Wer sie glaubt, gehorcht ihr, wer nicht glaubt, spottet und widersteht seinem eigenen Heil. Paulus erreicht auf seiner Reise auch Athen, geht hindurch und kommt auf einen Platz, auf welchem die Griechen für jeden Gott, den sie kannten, einen Altar hatten. Er sieht Menschen, die ihre Kerzen vor Bildern und Figuren anzünden. Er sieht wie sie Geschenke zu den Göttern auf die Altäre legen.

Als Paulus da hindurchgeht, ergrimmt er in seinem Geist. Weswegen? Weil der Geist dieser Welt die Menschen mit Absicht verblendet, damit sie nur nicht zum Glauben an den EINZIG wahren Gott, Jesus Christus, kommen. Joh 8:24 Daher sagte ich euch, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Nun geht Paulus zu den Oberen, die sich auf einem Platz versammeln, nur um dort Neuigkeiten zu hören. Es ist ein Ort, an dem man die "Top News" hört. Die Gruppe bittet ihn zu reden. Was tut Paulus? Er hält seine Rede und verkündigt ihnen das ganze Evangelium. Sie hören ihm zu. Sie hören, dass Gott Menschengestalt im Leib einer Jungfrau annahm, dass ER ihre Sünden ans Kreuz trug und begraben wurde. Bis Paulus zu der Auferstehung der Toten kam, war für sie alles interessant, aber dann spotten die, die sich für klug und weise hielten. Paulus geht, aber jetzt geschieht das Unerwartete: Einige berühmte Männer und Frauen folgen ihm und sagen: "Erzähl uns mehr davon, wir wollen Dich anhören".

Hier geschieht die Trennung. Die Klugen verlassen ihren Platz, die Toren schütteln die Köpfe. Die Klugen bekehren sich und in Athen entsteht eine Gemeinde. So ist es auch heute noch; noch sitzen in unserem Land viele Kluge inmitten von den Toren. Die Trennung geschieht erst, wenn sie das Wort Gottes hören und ihren Platz bei den Spöttern verlassen. Ist Ihr Platz bei den Toren leer oder sitzen Sie noch unter ihnen? (rw)


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