Lukas 5,17-25
Und es begab sich an einem Tage, dass er (Jesus) lehrte;
... und die Kraft des Herrn war bereit, sie zu heilen. Und siehe, Männer
trugen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war; und sie suchten
ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. Und da sie wegen der Volksmenge
keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach
und ließen ihn mit dem Bett durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor
Jesus. Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden
sind dir vergeben! Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an,
sich darüber Gedanken zu machen, und sprachen: Wer ist dieser, der solche
Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben, als nur Gott allein?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen:
Steh auf und wandle? Damit ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Vollmacht
hat, auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Ich
sage dir, steh auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stand er auf
vor ihren Augen, nahm das Bett, darauf er gelegen hatte, ging heim und pries
Gott.
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Hier sehen wir zwei Wunder, die Jesus an diesem Menschen tat. Das erste Wunder
geschah, als Jesus die Sünden dieses Menschen sah und ihm durch seine
Gnade alle Sünden vergab. Dadurch wurde seine Gemeinschaft mit Gott wieder
hergestellt. Er vergab ihm, damit dieser Mensch nicht ins Gericht kommt, denn
dessen Sünden hätten ihn in die Verdammnis gebracht.
Jesus tat das Wichtigste zuerst. „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist,
aber Gott sieht das Herz an." Das ist das für uns Unsichtbare“.
Wie wahr! Auch hier, nachdem Jesus dem Gichtbrüchigen sagte, deine Sünden
sind dir vergeben, zweifelten die anderen an seinem Wort. „Wie kann
er Sünden vergeben? Das kann nur Gott“, sagten sie sich untereinander.
Sie sahen nicht das Wunder, als die Sünden diesen Menschen verlassen
mussten und in den Kelch Gottes geworfen wurden. Den Kelch, der über
Jesus selbst am Kreuz ausgegossen werden würde. Weil sie dies nicht sahen,
glaubten sie nicht. Sie waren so gottesfern, dass sie ihren Gott nicht erkannten,
auch als sie seine Stimme hörten.
Der Gelähmte hingegen, dessen Sünden jetzt vergeben wurden, bemerkte,
dass die Sündenlast von ihm gewichen war. Seine Krankheit, die man äußerlich
sah, war noch da. Jetzt spricht Jesus: Lukas 5:23+25
„Was ist leichter,
zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben oder zu sagen: Steh auf und
wandle?“ Und alsbald stand er auf vor ihren Augen, nahm das Bett, darauf
er gelegen hatte, ging heim und pries Gott.
Jesus macht keine halben Sachen. Die Freunde des Gichtkranken kamen für
Heilung. Jesus belohnt ihren Glauben, gibt seinen Segen dazu - den wichtigsten
zuerst – die Sündenvergebung. Das erste Wunder der Sündenvergebung
ist für uns unsichtbar, und das wichtigste, danach die Heilung. Denn
wehe dem Menschen, der vor Gott noch in seinen Sünden steht, obwohl Gott
ihm durch sein Evangelium Sündenvergebung angeboten hat!
Gott hat einen Plan der Sündenvergebung, den auch Sie befolgen können;
er ist niedergeschrieben in seinem Wort und ist offenbart durch das Evangelium.
Haben Sie schon Sündenvergebung bekommen? Denn das müssen Sie, bevor
ihre Gnadenzeit abgelaufen ist. Der Weg zum richtigen Ende kann nur von Ihnen
selbst auf Erden gewählt werden. Gottes Plan hat ER seiner Gemeinde gegeben.
Gehorchen Sie Ihm, tun Sie Buße und waschen Sie Ihre Sünden in
der Wassertaufe in Jesus Namen ab. Beispiele gibt es genug (Lesen Sie Apostelgeschichte
2,38; 2,48; 8,12+16; 9,18; 10,48 etc.). rw